Geschichte

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Anthropologie des früheren Ostdeutschlands (vor 1945), Andreas Vonderach

Ethnische Schichtung und Sozialbiologie

128 Seiten, Paperback

bereits erschienen

Zu den Aufgaben einer biologischen Anthropologie gehört auch die Erforschung des eigenen Landes und Volkes unter landeskundlich-landesgeschichtlichen Gesichtspunkten. Menschen unterschiedlicher Herkunft unterscheiden sich nicht nur in ihrer DNS voneinander, sondern auch in sichtbaren Merkmalen der Gestalt, der Physiognomie und Pigmentierung. Besonders die ältere Anthropologie trug viele Daten über diese Merkmale zusammen. Der Anthropologe Andreas Vonderach wertet in diesem Buch ein anthropologisches Datenmaterial aus den 1950er Jahren von 2759 14jährigen Vertriebenen aus und holt mit diesem eine anthropologische Landeskunde des früheren Ostdeutschlands vor 1945 nach, die es bis jetzt noch nicht gegeben hat. Er wertet die anthropologischen Daten einschließlich der Familienamen in Hinblick auf ihre geographische Verteilung und ethnische Herkunft aus.

In dem anthropologischen Merkmalsbild eines Gebietes spiegelt sich seine Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte wider. So zeigen sich in den Karten der anthropologischen Merkmale und Typen die unterschiedlichen Anteile deutscher und slawischer Besiedlung, aber auch regionale Besonderheiten wie das biologische Erbe der alten Prussen oder Salzburger Siedler in Ostpreußen. Die Korrelationen zwischen den Merkmalen und die Ergebnisse einer Hauptkomponentenanalyse bestätigen zudem die traditionellen anthropologischen Typen, insbesondere den nordiden und den osteuropiden Typus.

Zugleich analysiert Vonderach die anthropologischen Merkmale auch in Hinblick auf ihre soziale Verteilung. Es gibt charakteristische Unterschiede zwischen den sozialen Schichten und sozialen Auf- und Absteigern, die sich auch in unserem Material finden, und die auf sozialer Siebung beruhen. Dabei wird auch der Zusammenhang von anthropologischen Merkmalen mit der Schulbegabung überprüft. Daneben spielt für die sozialen Unterschiede aber auch die ursprüngliche ethnische Überschichtung der slawischen Bevölkerung durch Deutsche während der deutschen Ostsiedlung eine Rolle. Ein gesondertes Kapitel ist den anthropologischen Merkmalen des ostelbischen Adels ist gewidmet.


Andreas Vonderach, Jg. 1964, studierte Geschichte und Geographie in Oldenburg und biologische Anthropologie in Mainz und Ulm. Er ist Schüler der Anthropologen Ilse Schwidetzky und Friedrich W. Rösing und hat zahlreiche Publikationen zu anthropologischen, historischen und volkskundlichen Themen veröffentlicht, darunter mehrere regionalanthropologische Untersuchungen innerhalb Deutschlands.

Reinhard Schmoeckel, Die Indoeuropäer

Aufbruch aus der Vorgeschichte

ISBN 978-3-938176-37-5
587 Seiten, Paperback-Ausgabe
 
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Dr. Reinhard Schmoeckel begibt sich auf die Suche nach unseren Ahnen, den Indoeuropäern oder Indogermanen. Im Geschichtsunterricht unserer Schulen kommt dieses geheimnisvolle Urvolk nicht vor. Die wissenschaftliche Erforschung unserer Herkunft und damit auch unserer Identität scheint immer noch von Tabus bestimmt zu sein. Der Autor widersetzt sich den herrschenden Denkverboten, indem er die verstreut vorliegenden Erkenntnisse der Archäologen, Sprachforscher und anderer Spezialwissenschaften zusammenträgt und sie zu einer spannend geschriebenen, populärwissenschaftlichen Gesamtdarstellung vereint.

Ursprünglich in den Steppen des südlichen Innerasiens beheimatet, begann sich ein Hirten- und Bauernvolk schon vor sechstausend Jahren in immer neuen Auswanderungswellen über ganz Europa und große Teile Asiens auszubreiten. Griechen, Römer, Germanen, Slawen, Kelten, Perser und die frühen arischen Eroberer Indiens - sie alle sind Abkömmlinge des gleichen mysteriösen Hirtenvolkes. Eine ungeheure Dynamik, ein Leistungs- und Gestaltungswillen von beispielloser Kraft müssen diesem Volk seit vorgeschichtlichen Zeiten innegewohnt haben. So sind heute fast alle Europäer deren biologische und geistige Erben. Reinhard Schmoeckel gelingt es, die Entstehung einer vielfältigen indoeuropäischen Kultur und den wirkmächtigen Aufbruch der sich daraus entwickelnden Völker aus der Vorgeschichte anschaulich zu beschreiben. Eine faszinierende Entdeckungsreise auf den Spuren unserer Vorfahren.

 

Reinhard Schmoeckel, geb. 1928 in Berlin, journalistische Ausbildung, Dr. jur., langjährige Tätigkeit im Bundespresseamt, Bundeskanzleramt, Bundespräsidialamt in Bonn. Autor mehrerer erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher über deutsche und europäische Vor- und Frühgeschichte und historischer Romane.

 

Aus Rezensionen:

„Das Buch ist spannender als mancher Abenteuerroman.“ (Fuldaer Zeitung)

„Eine immer fühlbarer werdende Lücke ist nun endlich durch einen Außenseiter geschlossen worden.“ (DIE WELT)

„Sehr anschaulich und mit verblüffender Quellenkenntnis.“ (Rheinische Post)

 

Wolfgang Venohr, Fridericus Rex. Friedrich der Große - Porträt einer Doppelnatur

ISBN 978-3-938176-45-0
517 Seiten, gebundene Ausgabe mit festem Einband
 
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Die brillante Biographie aus der Feder des bekannten Historikers und Publizisten Wolfgang Venohr. Seine Darstellung, die sich durch großes Einfühlungsvermögen, Detailtreue und Sympathie gegenüber Friedrich II. auszeichnet, ohne jedoch in kritiklose Bewunderung zu verfallen, versucht, die Persönlichkeit dieses Königs in all ihren Facetten auszuleuchten, die Widersprüche in seinem Charakter herauszuarbeiten und ein Porträt dieses Mannes zu zeichnen, das zu einem neuen, an den historischen Tatsachen orientierten Bild führt.

»...ein Lesegenuß höchsten Ranges« DIE WELT

Schon zu seinen Lebzeiten rankten sich zahlreiche Legenden um die Person jenes Preußenkönigs, der als Friedrich der Große in die Geschichte eingegangen ist. In den vergangenen Jahrhunderten hat sich das Friedrichbild wiederholt gewandelt, und seine Person wurde für die unterschiedlichsten politischen Zielrichtungen vereinnahmt. Wer aber war dieser kunstsinnige Preußenkönig wirklich?

Als der achtundzwanzigjährige Kronprinz Anfang Juni 1740 an die Regierung kam, blickte die Welt voller Erwartungen auf ihn, denn er bekannte sich ausdrücklich zu den humanitären Ideen der Aufklärung. Seine ersten Amtshandlungen schienen diese Erwartungen auch zu erfüllen: So hob Friedrich u.a. die Tortur bei Verhören auf, schränkte die Prügelstrafe in der Armee ein, lockerte die Pressezensur und gestattete die freie Ausübung der Religion.

Auf der anderen Seite war der Preußenkönig der Machtpolitiker, dessen politisches Credo darin bestand, das Wohl des Staates zur Richtschnur allen Handelns zu machen. Diese Maxime veranlaßte Friedrich zur territorialen Ausdehnung Preußens durch die Annexion Schlesiens.

In seiner Friedrich-Biographie, die durch ihre Anschaulichkeit besticht, versucht Wolfgang Venohr, jenseits aller Legenden und Glorifizierungen die Persönlichkeit Friedrich II. in all ihren Facetten auszuleuchten, die Widersprüche in seinem Charakter herauszuarbeiten und ein Porträt dieses Mannes zu zeichnen, das zu einem neuen, an den historischen Tatsachen orientierten Bild führt.

Wolfgang Venohr (geb. am 15. April 1925, gest. am 26. Januar 2005) schloß sein Studium der Geschichte und Germanistik an der Freien Universität Berlin mit der Promotion ab. Danach war er bei verschiedenen Tageszeitungen und Fernsehproduktionsgesellschaften tätig. Er lebte bis zu seinem Tod in Berlin.

Auszeichnungen:

Jakob-Kaiser-Preis (1972) und Joseph-E.-Drexel-Preis (1979)

Wolfgang Venohr, Friedrich Wilhelm I. - Preußens Soldatenkönig

ISBN 978-3-938176-46-7
366 Seiten, gebunden, fester Einband
 
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König Friedrich Wilhelm I. – die Geschichtsschreibung stellte ihn bis heute zu Unrecht in den Schatten seines berühmten Sohnes, Friedrich des Großen. Seine älteste Tochter, Wilhelmine von Bayreuth, zeichnete in ihren Memoiren ein Zerrbild von ihm, das sich von Voltaire bis zu den Liberalen des 19. Jahrhunderts bis zur Verdammung steigern sollte.

Nach Sichtung der zur Verfügung stehenden historischen Fakten rückt der Autor das Bild des "Soldatenkönigs", wie er auch genannt wurde, in ein neues Licht: Friedrich Wilhelm I. (1688 - 1740), der Despot, Berseker, Wüterich und Prügelfetischist, war andererseits ein Wohlfahrtsfanatiker, ein Finanz- und Ökonomiegenie, der erste Staatssozialist der Geschichte, ein "Revolutionär auf dem Thron". Der klügste, mutigste Verfechter der Menschenrechte, der Preußen zum Hort der Toleranz machte, schuf die Voraussetzungen für den Aufstieg Preußens zur europäischen Großmacht und – war der friedlichste König seines Jahrhunderts.

Dr. Wolfgang Venohr präsentiert in dieser überarbeiteten Biographie des "Soldatenkönigs" das umfassende Lebensbild des "widersprüchlichsten, orginellsten und wohl verblüffendsten Herrschers der preußischen Geschichte".

 

"Das war ein nicht genug zu preisender Mann, seiner Zeit wunderbar angepaßt und ihr zugleich voraus. Er hat nicht bloß das Königtum stabilisiert, er hat auch, was viel wichtiger, die Fundamente für eine neue Zeit geschaffen und an Stelle von Zerfahrenheit, selbstischer Vielherrschaft und Willkür Ordnung und Gerechtigkeit gesetzt."

(Theodor Fontane in "Der Stechlin")

Vertreibung und Vertreibungsverbrechen 1945 - 1948

Herausgeber: Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen

ISBN 978-3-937820-23-1

392 Seiten, Paperback,

Format: 16 x 23 cm

Der abschließende Bericht der im Bundesarchiv in Koblenz erarbeiteten Dokumentation über Verbrechen und Unmenschlichkeiten, die an Deutschen im Zuge der Vertreibung begangen worden sind. Dieser bereits 1974 erstellte Bericht wurde bis 1982 von der SPD/FDP-Bundesregierung aus politischen Gründen unter Verschluß gehalten. Er beruht auf der Auswertung des im Bundesarchiv liegenden Quellenmaterials: etwa 10.000 Erlebnisberichte aus der Ostdokumentation, etwa 18.000 Gemeindeschicksalsberichte sowie Materialien der katholischen Diözesanarchive sowie des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes.
Die Dokumentation enthält zudem 45 bisher unveröffentlichte, erschütternde Erlebnisberichte, die von dem tragischen Geschehen – Flucht, Vertreibung, Ausweisung, Deportation – im deutschen Osten wie auch in den deutsch besiedelten Gebieten Ostmittel- und Südosteuropas am Ende des Zweiten Weltkrieges zeugen, von dessen Folgen bis heute ganz Europa gezeichnet ist.

Schlachtfelder in Ostpreußen

Von der Zeit des Deutschen Ritterordens bis zum Ersten Weltkrieg.
 
ISBN 978-3-937820-10-1
223 Seiten + 16 Bilderseiten, Paperback
Dieser Band enthält eine akribisch zusammengestellte Dokumentation der Kämpfe, die seit Beginn der deutschen Besiedlung im 13. Jahrhundert immer wieder auf ostpreußischem Boden gegen feindliche Okkupanten geführt werden mußten. Erstmals erschienen 1932, herausgegeben und bearbeitet von Offizieren des Wehrkreiskommandos II in Ostpreußen, werden Kampfhandlungen und Schlachtfelder in Ostpreußen mit genauen Ortsangaben und militärischen Lageskizzen beschrieben: von der Zeit des Deutschen Ritterordens an über den 30jährigen Krieg und die Zeit des Großen Kurfürsten, die friderizianische Epoche, die Kämpfe gegen die Truppen Napoleons und ausführlich alle wesentlichen Schlachten gegen die russischen Invasoren in den Jahren 1914-15 während des Ersten Weltkrieges.

Albrecht Rothacher, Die Feldgrauen. Leben, Kämpfen und Sterben an der Westfront 1914-1918

720 Seiten (mit über 100 Bildern vom Frontalltag im Text) + 16 Bilderseiten

ISBN 978-3-938176-43-6

Eine Neuerscheinung!

14 Millionen Mann dienten während des Ersten Weltkrieges im kaiserlichen Heer. Zwei Millionen deutsche Soldaten fielen. Das vorliegende Buch stellt ihr Leben, Leiden, Kämpfen und Sterben an der Westfront in den Mittelpunkt. Es ist die Darstellung einer „Kriegsgeschichte von unten“, die die millionenfach gemachten Erfahrungen unserer Vorväter, ihr vaterländisches Pflichtverständnis, ihre soldatische Haltung und ihre Opferbereitschaft verständlicher macht. Feldpostbriefe, Kompanietagebücher, Kriegsstammrollen, Regimentsgeschichten und unveröffentlichte Erinnerungen wurden ausgewertet und so der Weg einer einzelnen süddeutschen Infanteriekompanie und individueller Soldaten durch die halbjährlich stattfindenden schweren Schlachten nachgezeichnet. Aus dem Blickwinkel des einfachen Landsers erfährt der Leser hautnah die siegessichere Euphorie während des anfänglichen Bewegungskrieges, dann die mörderische Grausamkeit des Grabenkrieges und der Schlachten um den Argonnerwald, Ypern, Verdun, die Somme, die verlustreichen Kämpfe der Michaels-Offensive, die demoralisierenden Rückzugsgefechte zur Maas – und schließlich den Rückmarsch der Besiegten in die Heimat bis zur Demobilisierung. Dabei werden die Lebensumstände und die persönlichsten Empfindungen der „Feldgrauen“ in den Gräben und ihrem Hinterland geschildert: Versorgungslage, Unterbringung, Hygiene, der Griff zum Alkohol, das Erleben von Kameradschaft und Natur, Todeserwartungen, Trauer und religiöser Glaube, die Diskussionen über den Sinn des Krieges und der Kriegsführung, erlittene Kriegsverbrechen, das Leiden in Lazaretten, die Kampferfahrungen und Führungsprobleme, die Lust zum Beutemachen, die Entfremdung von der Etappe und der Militärhierarchie, Fraternisierungen, Fahnenfluchten sowie schließlich die allgemeine Erschöpfung, die Unterversorgung und das permanente Ausbluten der Truppe.

Dr. Albrecht Rothacher ist es gelungen, anhand der Rekonstruktion dreier Einzelschicksale ein vielschichtiges Panorama des Kriegsgeschehens an der Westfront zu zeichnen, das das Leiden der Frontsoldaten auf intensive Weise nachempfindbar werden läßt und es zugleich einbettet in den taktischen und strategischen Zusammenhang der jeweiligen militärischen Gesamtlage.

So entstand ein in der deutschen Geschichtsschreibung wohl einzigartiges Werk, das – empiriegeleitet und der realistischen Schule verpflichtet – geeignet ist, die Selbstzerstörung Europas als Zivilisationsmacht auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges anschaulich zu machen und zugleich der heutigen zeitgeistkonformen Denunzierung und Kriminalisierung jener Soldaten entgegenzuwirken, die selbst Opfer wurden: verraten und verkauft von der damaligen politischen Führung, verheizt von der Obersten Heeresleitung. „Die Feldgrauen“ ist ein Anti-Kriegsbuch, das den Soldaten des Ersten Weltkrieges die verdiente Achtung und Ehre erweist.

Beate Szillis-Kappelhoff, Prußen - die ersten Preußen

Geschichte und Kultur eines untergegangenen Volkes

395 Seiten, Paperback-Ausgabe

ISBN 978-3-938176-48-1

Beate Szillis-Kappelhoff widmet sich in dieser ersten umfassenden Darstellung der Geschichte und Kultur der Prußen, jenem geheimnisvollen Volk, das dem späteren Staat Preußen seinen Namen gab.

Über viele Jahhunderte verteidigten die Prußen, die zur baltischen Sprachfamilie gehörten, tapfer und zäh ihr Siedlungsgebiet zwischen der Weichsel und der Minge, also dem späteren West- und Ostpreußen. Schon zu Beginn des 11. Jahrhunderts hatten sich die Prußen stetig zunehmender Übergriffe der Polen zu erwehren, die eine Verbindung zur Ostsee suchten. Als sie zu Beginn des 13. Jahrhunderts aus der reinen Verteidigung zu Vergeltungsschlägen gegen das nordpolnische, masowische Gebiet übergingen, rief der polnische Herzog Konrad von Masowien den Deutschen Orden um Hilfe. Im Laufe des 13. Jahrhunderts gelang es den Rittern des Deutschen Ordens in einem besonders brutal geführten Eroberungskrieg, die Prußen zu besiegen und schließlich zu christianisieren. Aber es dauerte noch Jahrhunderte, bis die Sprache und Kultur der Prußen durch Unterdrückung, Missionierung und Assimilation verloren gingen. Dieses Buch begibt sich auf die Spurensuche nach der versunkenen Kultur des einst so kämpferischen und stolzen Volkes der Prußen.

Wolfgang Wieder, Karl der Große. Der Schöpfer Europas

Biographie

400 Seiten, Paperback

Karl der Große (747 - 814 n. Chr.) war einer der bedeutendsten Herrscher der Weltgeschichte. Als König der Franken verfolgte er konsequent eine Politik der Einigung und Stärkung des fränkischen Reiches. Es schuf eine effektive Verwaltung und förderte Bildung, Wissenschaft und Künste. Aber er führte auch mit äußerster Härte Kriege mit dem Ziel der Expansion seines Reiches und der Sicherung seiner Reichsgrenzen.

Mit besonderer Grausamkeit bekämpfte er von 772 an mit Unterbrechungen bis 804 die heidnischen Sachsen, deren Herrschaftsgebiet im Nordosten an das fränkische angrenzte. Unter dem Banner der christlichen Missionierung unterwarf er die Sachsen, nahm ihnen ihre Freiheit, Religion und Kultur und zerstörte ihre Identität. Die Ermordung von wahrscheinlich 4500 Sachsen in Verden an der Aller im Jahre 782 hat sich tief ins Gedächtnis der Deutschen eingebrannt. Und dennoch gilt Karl der Große, seit dem Jahre 800 römischer Kaiser, als Vater Europas, der in seinem Wirken das antike Erbe mit der christlichen Religion zusammenfügte und damit die abendländische Geschichte bis heute maßgeblich prägte.

Wolfgang Wieder, pensionierter Offizier der Bundeswehr, ist eine spannend geschriebene Biographie gelungen, die die vielfältigen Facetten der Persönlichkeit dieses kriegerischen Machtmenschen, genialen politischen Gestalters, zivilisatorischen Erneuerers und Schöpfers des christlichen Abendlandes beleuchtet.

Deutsche Frauen vor sowjetischen Militärtribunalen, Annerose Matz-Donath

Die Spur der roten Sphinx

ISBN 978-3-938176-53-5

482 Seiten + 48 Seiten mit Bildern und Dokumenten

Paperback

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Verschwunden, verloren, vom Schweigen verschluckt, so gingen unzählige deutsche Frauen und Mädchen durch die Hölle sowjetischer Folterkeller, die zwischen 1945 und 1949 auch auf deutschem Boden, in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone, bestanden – ein kaum bekannter und dennoch untilgbarer Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte, der hier zum ersten Male unmittelbar die Farbe durchlittenen Lebens gewinnt. Die von den Sowjetischen Militärtribunalen verurteilten Frauen kamen im Februar 1950 zur weiteren Strafverbüßung in den Gewahrsam der DDR, die für sie ein besonders strenges Zuchthaus-Regime in einer Reihe von Sonderstrafanstalten errichtete.

Im Chor vieler Stimmen entrollt sich ein ergreifendes Panorama von Standhaftigkeit, Verzweiflung, Hoffnung und kleinen Lichtern der Menschlichkeit, die selbst auf der Seite derer nie ganz erloschen, die ein grausames System zu Vollstreckern und Peinigern bestellte.

Annerose Matz-Donath, die selbst fast 12 Jahre Gefangenschaft erleiden mußte, konnte 130 frühere Haftkameradinnen von etwa 1300 betroffenen Frauen interviewen. So entstand eine auf Aktenkenntnis und der Auswertung von zehntausend Seiten der Gesprächsprotokolle gestützte Dokumentation, die die Leidenswege der verurteilten Frauen eindrucksvoll schildert und dieses Kapitel der deutschen Geschichte dem Vergessen entreißt.

Biographie:


Annerose Matz-Donath, 1923 in Leipzig geboren, studierte mit dem Berufsziel Journalismus an den Universitäten Leipzig, Berlin, Jena und Wien (Studium generale, Hauptfächer Zeitungswissenschaft, Geschichte und Germanistik), bis nach dem 20. Juli 1944 die Universitäten geschlossen und auch die Studenten in die Kriegsproduktion dienstverpflichtet wurden.

Nach 1945 engagierte sie sich in Halle/Saale beim Aufbau der LDZ/Landeszeitung der Liberal-Demokratischen Partei für die Provinz Sachsen-Anhalt. Als deren stellvertretender Chefredakteur wurde sie im Mai 1948 vom NKWD verhaftet.

Von einem Sowjetischen Militär-Tribunal wegen „Spionage“ zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, verbrachte sie fast 12 Jahre in Gefangenschaft - mehrfach im „Roten Ochsen“ in Halle, im „Gelben Elend“ in Bautzen, im ehemaligen Nazi-KZ Sachsenhausen, danach im Frauenzuchthaus Hoheneck und in weiteren Zuchthäusern der ehemaligen DDR.

Inzwischen – unter dem 21.6.1993 – wurde sie von der Militär-Generalstaatsanwaltschaft in Moskau rehabilitiert, da „schuld- und grundlos verhaftet“ und „rechtswidrig, aus politischen Gründen“ verurteilt.

Nach ihrer Entlassung war sie in verschiedenen verantwortlichen Positionen im politischen Programm-Bereich der DEUTSCHEN WELLE in Köln tätig, bis die gesundheitlichen Folgen der langen Haft sie 1986 in einen vorzeitigen Ruhestand zwangen. Seit 1990 forschte sie anhand deutscher und russischer Akten nach politischen Hintergründen. Zugleich erfragte sie in rund 130 Interviews mit verfolgten Frauen, ihren ehemaligen Kameradinnen, deren persönliche Geschichten, die in diesem Buch ihren Niederschlag fanden.

 

Aus Besprechungen und Briefen an die Autorin:

"Ihre Schilderung... hat mich zutiefst erschüttert... Sie haben dem Leid ein Gesicht gegeben und es der Anonymität entrissen. Wenn schließlich keine Verbitterung bleibt und Versöhnliches Platz greift, so ist dies ein ganz besonderes Verdienst des Buches"
Der frühere Bundestagspräsident WOLFGANG THIERSE

"Über kommunistischen Terror in der Sowjetischen Besatzungszone ist gewiß schon manches geschrieben worden. Aber die Unmittelbarkeit der Aussagen in diesem Buch übertrifft die meisten anderen Berichte... Nein, dieses Buch ist keine angenehme Lektüre. Es enthüllt die Abgründe des Menschen und dieses Jahrhunderts."
DEUTSCHLAND-MAGAZIN

"Die Schicksale aus 130 Tonband-Protokollen sind so kunstvoll miteinander verwoben, daß über alle 480 Seiten die Spannung durchhält. Der eingearbeitete zeitgeschichtliche Hintergrund macht das Buch zugleich zu einem wichtigen, farbigen Nachkriegsdokument...
MITTELDEUTSCHE ZEITUNG ,Halle/Saale

"Die Journalistin Annerose Matz-Donath, selbst 1948 als angebliche Westspionin verhaftet und fast 12 Jahre in verschiedenen Gefängnissen und Zuchthäusern festgehalten, hat 130 von etwa 1.300 von Sowjetischen Militärtribunalen verurteilte Frauen interviewt... Viele von ihnen vermochten ihr Schweigen erst jetzt zu brechen, nachdem sie in den neunziger Jahren von der Moskauer Militärstaatsanwaltschaft rehabilitiert worden waren."
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG