Neuerscheinungen 2016

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Wilfried Westphal, Heiliger Krieg und Frohe Botschaft

Islam und Christentum: der große Gegensatz

384 Seiten, gebunden, fester Einband

Politische Umbrüche in der arabischen Welt, Terror und Krieg im Namen Allahs, Flüchtlingsströme, die die Identität Deutschlands und Europas gefährden: Der Islam ist auf dem Vormarsch und beeinflusst in zunehmendem Maße auch unser gesellschaftliches Leben. Gleichzeitig entfernen wir uns immer mehr vom Christentum und den christlich geprägten Werten des Abendlandes. Nicht wenige sehen in der christlichen Lehre und Missionierung die Ursachen für den westlichen Kolonialismus und die Ausbeutung der Dritten Welt. Dabei wird übersehen, dass es einen grundlegenden Unterschied gibt zwischen den beiden monotheistischen Religionen, der sich bereits in der frühen Geschichte von Christentum und Islam zeigte: Während das Christentum in den Anfängen auf friedliche Überzeugung und Glaubensbekundung setzte, war der Islam schon zu Zeiten Mohammeds eine expansive, aggressive und kriegerische Heilslehre, die bedingungslose Unterwerfung forderte. Die Ursachen dieses großen Gegensatzes, der das Christentum und den Islam bis heute als miteinander unvereinbare und auch grundsätzlich unversöhnliche Religionen erscheinen läßt, liegen in ihren Anfängen. Ihrer ideengeschichtlichen Analyse dient dieses Werk.


Der Autor ist promovierter Völkerkundler, wiederholt war er in der Entwicklungshilfe und als Dozent tätig. Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller und Publizist.

Rolf Stolz, Wenn es eine Zukunft gibt

Politische Essays II

ISBN 978-3-938176-57-3

214 Seiten, Paperback

 

Die Zukunft kommt aus der Vergangenheit. Dies allein genügt schon als Motiv, um neben neuen Essays auch jene alten zusammenzutragen, die noch nie oder nur an entlegener Stelle in Zeitungen, Zeitschriften und Sammelbänden erschienen sind. Sie dokumentieren in diesem Buch einen Zeitraum von rund dreißig Jahren, reichen also von den bleiernen Jahren des Merkelismus zurück bis zur ersten Hälfte der achtziger Jahre, als die GRÜNEN noch eine potentielle Alternative bildeten und noch nicht von der Fischer-Gang zur Flügelpartei der NATO und des Großkapitals pervertiert worden waren. Die Themen der Aufsätze kreisen um Deutschland, um seine Katastrophen und seine mögliche Wiedergeburt, um grassierende lebensgefährliche Wahnzustände (Neoliberalismus, Politische Korrektheit, Gender-Ideologie, Antisemitismus …), um die alten Wahrheiten und ewigen Werte, um Elend und Hoffnungen einer antistalinistischen Linken.

Christoph J. Eppler, Helden.

Eine Kulturgeschichte der Erziehung zum Krieg

914 Seiten, Hardcover

Neuerscheinung!

Sommer 1914 begann der Erste Weltkrieg, die „Urkatastrophe" des langen 20. Jahrhunderts. Zwei Generationen junger Männer marschierten buchstäblich in die Weltkriegshölle. Gekämpft – und gestorben, und zwar millionenfach – wurde zu Lande, zu Wasser und in der Luft, an allen Fronten, auf allen Seiten.

Absicht dieser Studie ist nun, epochenübergreifend darzulegen, wie es sein kann, daß seit Jahrtausenden junge Männer in den Krieg ziehen, welche Belohnungs- und Drucksysteme greifen müssen, welchen Reiz die Erfüllung eines heldischen Ideals zu bieten vermag, so daß ganz offensichtlich immer wieder heranwachsende Jungen bereit sind, in den Kampf zu ziehen.

Ausführlich untersucht werden

- einige der Philosophen, die sich mit den Phänomenen Krieg und Gewalt auseinandergesetzt haben (etwa Hegel, Hobbes, Carl Schmitt)

- die Antike: Rom und Griechenland (etwa die Perserkriege, die Kriegszüge Alexanders des Großen, die beiden großen Stadtstaaten Athen und Sparta als dem „idealen" Kriegerstaat schlechthin - Vorbild aller späteren Kriegerbünde)

- das Mittelalter: das Ideal des Rittertums, die Kreuzzüge sowie der Hundertjährige Krieg

- für die Neuzeit England und Preußen/Deutschland bis zum Ende des NS-Staates 1945, der wie sonst kaum ein anderer seine Jugend, die „Hitler-Jugend", in die Pflicht nahm.

 

Der Autor, Christoph J. Eppler, Dr. phil. M.A., legt mit diesem hochaktuellen Werk vor dem Hintergrund des Erinnerungstopos „Erster Weltkrieg“ eine ebenso breit wie tief angelegte Studie zum „Heldentum“ vor: Termini wie „Heldentum“ und „Heldenmut“ werden ebenso analysiert und kritisch hinterfragt wie „Heldentod“, Opferbereitschaft, Vaterland etc. Die Studie ist als Synopse von der Antike (Alexander, Achilles als Einzelfiguren, Rom und Griechenland als Folie) über das Mittelalter (Rittertum und Kreuzzüge) in die Neuzeit, hier exemplifiziert an England und Preußen/Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert, angelegt. Einzelfiguren, stilisierte „Kriegs-Helden“ wie Richthofen, Blücher, Körner bis zu Marseille und Mölders, werden dargestellt, deren militärische „Heldentaten“, Indoktrination – und meist frühes gewaltsames Ableben. Zeitenübergreifende Phänomene, wie die eigentümliche Faszination, die Gewalt, Archaik, Waffen und Uniformen, Orden etc., auslösen, werden illuminiert. Die Helden-Stilisierung durch Freund und Feind und Frauen durch die Jahrtausende werden illustriert.


Ideal als grundierendes Werk zur ausgreifenden Erinnerungskultur um die Jahre 1914 bis 1918. Zugleich die zeitenübergreifende Ergänzung zu „Erziehung im Nationalsozialismus. Bündische Jugend. Hitlerjugend. Reformpädagogik“ (2012). Zahlreiche Abbildungen verdeutlichen die „Helden-Propaganda“ seit der Antike – und die öde Wirklichkeit des Krieges. Das Kämpfen, Töten und Sterben, also die Konkretion des Tuns von „Helden“, über die Jahrtausende hinweg wird in diesem umfangreichen Werk, das mit diesem Ansatz scheinbar keine Konkurrenz kennt, nicht verschwiegen.