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Hellmut Diwald, Luther

Eine Biographie

454 Seiten, gebunden, Hardcover

ISBN 978-3-938176-44-3

Der Mönch und Wittenberger Theologieprofessor war ein Revolutionär. In der Weltgeschichte findet sich keine Gestalt, die um des Glaubens und der Wahrheit willen entschiedener den Umsturz bewirkt, eine Revolution herbeigeführt und dann schließlich auch bejaht hat.

Die Reformation war ein Geschehen, das vier volle Jahrzehnte überspannte. Sie begann mit dem sogenannten Turmerlebnis Luthers um 1515, setzte mit Luthers 95 Thesen gegen den Ablaßhandel im Oktober 1517 ein erstes öffentliches Fanal und wurde beendet vom Augsburger Religionsfrieden des Jahres 1555. Die Etappen dieses Prozesses sind identisch mit den Etappen der tiefgreifendsten Revolution, von der Europa jemals erfaßt wurde. Kein Umsturz war so grundsätzlich und erfaßte breitere Fundamente. Luthers Revolution wurde allerdings verdeckt, diszipliniert und getarnt unter dem Etikett „Reformation”; ihr Feuer wurde damit nicht gelöscht.

Und mit seiner Bibelübersetzung legte Luther zudem den Grundstein für die deutsche Hochsprache und damit für ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen, für ein deutsches Nationalbewußtsein. So hat sich in diesem Mann das entscheidende Doppelprinzip der christlichen Moderne und der politischen Neuzeit verkörpert: der Anspruch des Gewissens und des Glaubens und das Recht des einzelnen Menschen und des ganzen Volkes auf Freiheit.

Hellmut Diwald (1924-1993), der 1978 mit seiner "Geschichte der Deutschen" großes Aufsehen erregte, setzt dem deutschen Revolutionär und Glaubenserneuerer Luther mit dieser packend geschriebenen Biographie ein würdiges Denkmal.

 

„An einer Tatsache ist jedenfalls nicht zu zweifel: Ob Luther die alte Kirche gespalten hat oder nicht, ob seine Schöpfung einer neuen Lehre und Glaubensgemeinschaft Europa in zwei Teile zerriß oder nicht, das heißt, ob die neue Zeit, die Moderne, auf die Geburtshilfe dieses Mannes angewiesen war oder man sein Separieren geschichtstheologisch und -philosophisch anders deutet: Mit der Bibel und ihrer Sprache schuf Luther die Einheit der Deutschen in einem weit fundamentaleren Sinn als nur dem vordergründig politischen. Die Lutherbibel wurde zu einem untrennbaren Bestandteil der deutschen Familien, ja des Deutschen überhaupt. Sie wurde zur Grundlage der inneren Vereinheitlichung Deutschlands.”

Hellmut Diwald

Hanna Reitsch, Fliegen - mein Leben

Autobiographie

275 Seiten + 32 Bilderseiten

gebunden, fester Einband

Hanna Reitsch (geb. 29. März 1912 in Hirschberg/Schlesien, gest. 24. August 1979 in Frankfurt/Main) war die – mit mehr als 40 Weltrekorden in verschiedenen Klassen und mit unterschiedlichsten Flugzeugtypen – erfolgreichste Fliegerin des 20. Jahrhunderts. Im ersten Teil ihrer Lebenserinnerungen, die mit dem Kriegsende und der amerikanischen Lagerhaft abschließen, schildert sie ihre Ausbildung zur Fliegerin, die daran anschließende berufliche Tätigkeit als Fluglehrerin einer Segelfliegerschule, ihre Teilnahme an Forschungsexpeditionen nach Südamerika, zahlreiche Flugweltrekorde und ihre Arbeit als Versuchspilotin zur Erprobung militärischer Flugzeuge.

Seit 1937 an der Flugerprobungsstelle der Luftwaffe Rechlin tätig, flog sie als erste Frau der Welt einen Hubschrauber (Focke-Wulf Fw 61), ein Raketenflugzeug (Messerschmitt Me 163) und die bemannte V 1. Hanna Reitsch erhielt nach einem schweren Absturz 1943 als einzige Frau in der deutschen Geschichte das Eiserne Kreuz Erster Klasse.

Am 26. April 1945 flog sie mit Generaloberst Ritter von Greim mit einem Fieseler Storch in das von der russischen Armee bereits eingeschlossene Berlin und verbrachte drei Tage im Führerbunker. Die Erlebnisberichte Hanna Reitschs über die Untergangsstimmung im Machtzentrum des Dritten Reiches in der unmittelbaren Umgebung Hitlers sind von beeindruckender Intensität und ein wichtiges authentisches Zeitzeugnis.

Am 29. April 1945 gelang es ihr unter ständigem Beschuß, den verwundeten, von Hitler zum Oberbefehlshaber der Luftwaffe ernannten Generalfeldmarschall von Greim aus Berlin auszufliegen. Für Hanna Reitsch folgten 18 Monate einer demütigenden und schikanösen amerikanischen Gefangenschaft. Das Schicksal einer leidenschaftlichen Fliegerin und überzeugten deutschen Patriotin.

Reinhard Schmoeckel, Pommersches Schicksal

Das Leben des Musketiers Johann Christian Schmoeckel aus Rügenwalde

Historischer Roman

Hinterpommern im 18. Jahrhundert

Wer von den hunderttausenden Deutschen, deren Vorfahren aus dieser Provinz stammen, weiß etwas davon, wie diese dort gelebt haben?

Das Buch, das der Leser in der Hand hält, ist – ja, was eigentlich?

– Die Biografie eines Mannes, der der Ur-Ur-Großvater des Autors dieses Buches war und der damals in Hinterpommern lebte. Außer einigen wenigen Daten und Angaben ist aus Urkunden nichts über diesen Mann bekannt. Daher musste der Biograf manches „erfinden", allerdings mit der Erfahrung und der Darstellungskraft eines Schriftstellers, der sich in der Geschichte Deutschlands gut auskennt.

– Zugleich eine ehrender Rückblick auf die Bauerngeschlechter, die ab dem Mittelalter Pommern über viele Jahrhunderte zu einer blühenden deutschen Landschaft gemacht haben, und darin auf alle „Schmoeckels, Schmökels, Schmekels" usw. (sie alle stammen von dort und waren einst verwandt).

– Ein historischer „Roman", der überraschend anschaulich die Lebensumstände und gesellschaftlichen Verhältnisse in Pommern vor 200 und mehr Jahren beschreibt, bei Bauern und Bürgern, Soldaten und „Zivilisten".

– Eine Darstellung wichtiger Vorgänge in der Geschichte des Königreichs Preußen, die heute keiner mehr kennt, allerdings aus der Sicht einer Provinz fern der Hauptstadt und der Leute dort.

Reinhard Schmoeckel, geb. 1928 in Berlin, journalistische Ausbildung, Dr. jur., langjährige Tätigkeit in der Nähe des „politischen Lebens" in Bonn (Bundestag, Bundespresseamt, Bundeskanzleramt, Bundespräsidialamt, zuletzt Leiter der persönlichen Büros des ehem. Bundeskanzlers Kiesinger und des ehem. Bundespräsidenten Carstens).

Nebenbei Autor mehrerer erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher über deutsche und europäische Vor- und Frühgeschichte, sowie mehrerer historischer Romane über wichtige, aber unbekannte Ereignisse in der deutschen Geschichte, verfasst nach dem Anspruch: 90 Prozent Geschichte, 10 Prozent Roman

Hans Deichelmann, Ich sah Königsberg sterben

Aus dem Tagebuch eines Arztes von April 1945 bis März 1948
 
ISBN 978-3-926584-73-1
326 Seiten, Paperback
Hans Deichelmann arbeitete als Arzt in Königsberg und blieb auch nach der Einkesselung der Stadt durch die Rote Armee im Frühjahr 1945 in der alten Hauptstadt der Provinz Ostpreußen. Hier verfaßte er sein Tagebuch, das das Leiden und Sterben der zurückgebliebenen Bewohner, ihren Überlebenskampf, den täglichen Terror der sowjetischen Besatzungstruppen und das Warten auf die ersehnte Ausreise schildert. Der Leser erlebt voller innerer Erschütterung mit, wie eine deutsche Stadt und ihre Kultur in wenigen Jahren für immer zerstört wurden. Von den über 100 000 Menschen, die sich bei der Eroberung der Stadt durch die russischen Truppen noch in Königsberg befanden, überlebten nur 25 000 die drei Jahre der Gewaltherrschaft, des Hungerns und der Seuchen bis zum März 1948.

 

Zeitschrift wir selbst / Sonderausgabe zum Thema Vertreibung der Deutschen

Vertreibung - Wiederkehr des Verdrängten

168 Seiten, Format: DIN A4, Paperback

Inhaltsverzeichnis:

 

1. Verfassungspatriotismus heißt Krieg, Henning Eichberg.

2. Zur Aktualität des Rechtes auf die Heimat, Alfred-M. de Zayas.

3.Menschenwürde ist unteilbar, Heinz Nawratil.

4. Das große Schweigen oder: Die Unfähigkeit zu trauern, Gerhard Schwarz.

5. Der Tod im Leben, Henning Eichberg.

6. Der Schrecken hatte viele Namen, Arno Surminki.

7. Vertreibung der Deutschen - die Fakten im Überblick, Alfred Theisen.

8. Augenzeugen berichten.

9. Kinderschicksale der Deutschen in Jugoslawien.

10. Schicksalsjahre in Sibirien, Nelly Däs.

11. "Meine Familie kommt aus..." Prominente Vertriebene und die Vertreibung.

12. Verdrängte oder bewältigte Vergangenheit? Eine politpsychologische Analyse, Karlheinz Wunderlich.

13. Tschechische Debatten über die Vertreibung der Deutschen.

14. "Genosse, du theoretisierst zu viel!" Interview mit Ludek Pachmann.

15. Schatten der Vergangenheit. Anmerkungen zur polnischen Vertreibungsdebatte, Witold Stankowski.

16. Der Vertreibungskomplex. Voraussetzungen einer deutsch-polnischen Verständigung, Artur Hajnicz.

17. Politisch-psychologisch brisant. Die Vertreibung in der deutschen Zeitgeschichtsschreibung, Herbert Ammon.

18. Vertreibung dreifach, Baldur Springmann.

19. Die zwei Seiten der Selbstbestimmung, Jens Jessen.

20. "Die Identität der Palästinenser wiederherstellen". Interview mit Abdallah Frangi, Leiter der Generaldelegation Palästinas in Bonn.

21. Krieg heißt sterben und töten, Friedrich Baunack.

22. Für eine europäische Politik auf der Grundlage des Völkerrechts. Der Kosovo-Krieg als Lehrstück, Lothar Penz.

23. Bedrängtes Tschetschenien, Nadin Lam.

24. Für Demokratie und Frieden in der Türkei und in Kurdistan, Mehmet Sahin.

25. "Man sollte das Verbot der PKK endlich aufheben". Interview mit dem kurdischen Politiker und Öcalan-Berater Ali Homam Ghasi.

26. Das gute Volk. Über multikulturelles Miteinander, Henning Eichberg.

27. Auswahlbibliographie zum Thema Vertreibung.

28. Wer ist das Subjekt der Kultur? Über Identitätsarbeit, Kunst und Volk, Henning Eichberg.

29. Politik der Differenz. Über den Gegensatz von Ethnopluralsmus und Nationalismus, Winfried Knörzer.