CD Heimatklänge aus Schlesien
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CD Heimatklänge aus Schlesien

Lieder, Tänze und Gedichte

Gesamtspieldauer: 43:38 Minuten

Aus allen Landschaften Schlesiens klingen uns Lieder und Tänze in einer erstaunlichen Vielfalt entgegen. Dazwischen hören wir den Klang urtümlicher Muttersprache der Schlesier, ihre Mundart, in heiter-besinnlichen Versen. Aber auch hochdeutsche Gedichte von Joseph von Eichendorff, Carl Hauptmann und Paul Keller erinnern an die Schönheiten Schlesiens. Eine Reise durch jenes Stück des alten deutschen Ostens, das Goethe ein „zehnfach interessantes Land" genannt hat.

Gleich zu Beginn erlauschen wir das Riesengebirge mit seinen „blauen Bergen und grünen Tälern" - idyllisch und machtvoll-überwältigend zugleich. „Unseres Herrgotts Lustgarten" nennt es Hermann Stehr. Wir ersteigen die Schneekoppe und erleben den Sonnenaufgang – ein herrliches Naturschauspiel. In einer der schönen Bauden (Berggasthäuser) kehren wir ein, Zitherklänge ertönen und die Gäste der Baude singen das Lied vom „Böhmischen Wind". Ja, die Schlesier sind ein sangesfrohes Volk, „Gemittliche Leute", denn sie lieben das Wandern, die wundervolle Natur der Heimat. Und sie sprechen mit ihr wie mit einem Menschen: „Ach Zotaberg, du schiener blooer Hübel, Du bist unär a Wächter uffm Turm..." So singt der „Urschlesier" Carl von Holtei. Er hängt, wie alle Kinder der „Mutter Schläsing", mit allen Fasern des Herzens an der Heimat, der Unvergessenen. „Suste nischt, ock heem" heißt ihr sehnsuchtvoller Seufzer in der Fremde. Und er preist die „Gaben der Heimat": den „Sträselkucha", das „Schlesische Himmelreich", die „Mohklißla". Vor unserem inneren Auge erscheinen die Bilder vom schönsten Volksfest daheim, von der „Kerms". Es sind die Bilder der Jugendzeit, die uns ein Leben lang gegenwärtig bleiben.

Es liegt eine magische Kraft in diesen Liedern, Tänzen und Gedichten. Sie zaubern mit greifbarer Deutlichkeit Landschaft und Menschen der alten schlesichen Heimat vor unsere Seele. Man braucht nur recht andächtig zu lauschen: „Man mechte sprechn – wie voo salber. Nu, do fangt ock oan!"

CD - Bei ins derrheeme - Ernst Schenke

Ernst Schenke spricht eigene Gedichte in schlesischer Mundart
Auf der CD befinden sich die folgenden 30 Gedichte Ernst Schenkes:
01    Rübezoahl
02    Derr Winter ies aus
03    Sieba Tage Raan
04    Inser Schulze
05    Dar biese Troom
06    Uff derr Uder bien iech derrheeme
07    Die Kurzsichtiga
08    Mei Nupper
09    Doas Karassell
10    Die Fliege
11    Die Erbschaft
12    Kupp Huuch!
13    Derrheeme
14    Kurz und bündig oder die gude Auskunft
15    Derr Gruußvoater
16    Mittichstunde
17    Summerobend
18    Ale Geschichte
19    Summer und Winter
20    Die Huxt eim Aprille
21    Pfingstmurga
22    Doas Wuchabloat
23    Wu iech om liebsta gieh
24    Uff Ustern zu
25    Die Hoasa eim Frühjoahre
26    Dar kranke Kratschmer
27    Doas Schweinla
28    Schlesischer Winter
29    Uff derr Uwabanke
30    Dezember
Gesamtlaufzeit: 44:19 Minuten

Ernst Schenke (geb. 24. Mai 1896 in Nimptsch, gest. Dezember 1982 in Recklinghausen) gilt als der bedeutendste schlesische Mundartdichter des 20. Jahrhunderts. Mit seinem schlesischen Kinderbuchklassiker „Hoase Langbeen“, zahlreichen Lyrikbänden, einem umfangreichen erzählerischen Werk und den unvergessenen Hörspielen und Hörfolgen für den Breslauer Rundfunk ist Ernst Schenke vielen Schlesiern noch in lebendiger Erinnerung. Erstmals wurden nun 30 seiner schönsten schlesischen Mundartgedichte auf einer CD zusammengefaßt. Ein heimatliches Hörerlebnis!