!
!

Deutschland, deine Schlesier - Hugo Hartung

Rübezahls unruhige Kinder

182 Seiten, Paperback

„Seine große Mannesliebe“ nennt Hugo Hartung Schlesien. Wer könnte es distanziert-liebevoller porträtieren als ein „Wahlschlesier“, dessen freier Blick manches viel schärfer und genauer sieht als der des Angestammten?

Schlesien, einst eines der schönsten Gebiete Deutschlands, gehört als geographischer Begriff der Geschichte an. Als Kulturlandschaft aber lebt es fort in den Werken seiner Dichter, Musiker und Künstler, in der Erinnerung seiner Menschen, denen es mehr als nur Heimat war. Hugo Hartung, dem die heitere Melancholie Schlesiens gegenwärtig ist, zeichnet die kulturelle und geschichtliche Topographie dieses Landes, in dem die Weite des Ostens, südliche, aus dem österreichischen Kulturkreis stammende barocke Lebensfülle und preußische Strenge eine glückliche Verbindung eingegangen waren, in dem sich aber auch schon in den Jahren des unseligen Krieges die Zeichen des kommenden Verhängnisses ankündigten.

Das im Lauf seiner wechselvollen Geschichte von Polen, Wenden und Deutschen besiedelte Land wurde schicksalhaft zu einer Stätte der Begegnung und Verschmelzung mannigfaltiger Kulturen. Schlesien (ob Ober- oder Niederschlesien), in seiner schöpferischen Eigenständigkeit vom „Reich“ oft nicht erkannt, bot unruhigen, wachen Geistern ein fruchtbares Klima der Toleranz und Weltoffenheit. Die reiche Ernte kultureller Leistungen, in diesem Buch eindrucksvoll belegt, ist das Schlesien, das uns Deutschen geblieben ist, seinen Vertriebenen wie allen Nichtschlesiern, das unverlierbar in uns lebt.

 

„Hartungs Buch ist glücklich komponiert, nämlich zweistimmig. Die eine Stimme hell, zärtlich, aber auch unverblümt – erzählt von Schlesiens großen Tagen, dem Reiz seiner Städte und Landschaften, der schöpferischen Eigenständigkeit seiner Bewohner, ihrer kräftig östlich angehauchten Lebensintensität. Mit dieser Stimme kontrastiert eine dunkle, Gefühlsausbrüche meidende, jedenfalls nicht larmoyante, die den heraufziehenden Untergang und die Zerstörung jener Oder-Provinz festhält. Die dunkle Stimme läßt nicht zu, daß das Buch – was bei solchen Fibeln naheliegt – in allzu munteres Anekdotenauftischen oder erinnerungsselige Schwärmerei abgleitet. Wie gut, daß Hartung sich die Mühe macht, die wechselvolle Geschichte des Landes darzulegen, jenes Spiel der Mächte: Polen, Österreich und Preußen, das zuweilen ein recht blutiges Spiel war, Toleranz und nationalem Eifer klarzustellen. Bei aller Passion für „seine große Mannesliebe“ Schlesien ist Hartung um Gerechtigkeit bemüht, er wägt ab, zeichnet Licht- und Schattenseiten nach, ist aber niemals trocken lehrhaft, sondern beschwingt von der Sache, die er zu seiner eigenen gemacht hat. Der – sagen wir einmal – zart gemischte Menschenschlag rechts und links der Oder, diese Ober- und Niederschlesier haben es ihm vor allem durch ihre Leistungen in den Künsten angetan.“ (Heinz Piontek in „Rheinischer Merkur“)

 

Hugo Hartung, geboren am 17. September 1902 in Netzschkau/Vogtland als Sohn eines Gaswerkdirektors, studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik und promovierte 1928. Bis 1931 war er Dramaturg und Schauspieler in München. Nebenher war er Mitarbeiter unter anderem der Zeitschriften „Simplicissimus“ und „Querschnitt“ sowie des Münchener Rundfunks. Von 1936 bis 1944 wirkte er als Chefdramaturg in Oldenburg und Breslau. Kurz vor Ende des Krieges wurde er als unausgebildeter Soldat in der Festung Breslau eingesetzt. Über jene Zeit berichtet er in „Schlesien 1944/45. Aufzeichnungen und Tagebücher“ (1956). Starke Beachtung fand vor allem sein Breslau-Roman „Der Himmel war unten“ (1951). Ferner schrieb er unter anderem die Erzählung „Ich denke oft an Piroschka“ (1954), die auch als Hörspiel, Komödie und Film ein Erfolg wurde. Allein die deutsche Auflage erreichte 1,6 Millionen Exemplare. Ein großer Erfolg wurde auch der ebenfalls verfilmte satirische Roman „Wir Wunderkinder“ (1957). Hartung schrieb außerdem zahlreiche Hör- und Fernsehspiele. Er war seit 1932 mit der Übersetzerin Dr. Ellen Sigyn verheiratet und hatte einen Sohn und eine Tochter. Hartung starb am 2. Mai 1972.


 

Hellmut Diwald, Luther

Eine Biographie

454 Seiten, gebunden, Hardcover

ISBN 978-3-938176-44-3

Der Mönch und Wittenberger Theologieprofessor war ein Revolutionär. In der Weltgeschichte findet sich keine Gestalt, die um des Glaubens und der Wahrheit willen entschiedener den Umsturz bewirkt, eine Revolution herbeigeführt und dann schließlich auch bejaht hat.

Die Reformation war ein Geschehen, das vier volle Jahrzehnte überspannte. Sie begann mit dem sogenannten Turmerlebnis Luthers um 1515, setzte mit Luthers 95 Thesen gegen den Ablaßhandel im Oktober 1517 ein erstes öffentliches Fanal und wurde beendet vom Augsburger Religionsfrieden des Jahres 1555. Die Etappen dieses Prozesses sind identisch mit den Etappen der tiefgreifendsten Revolution, von der Europa jemals erfaßt wurde. Kein Umsturz war so grundsätzlich und erfaßte breitere Fundamente. Luthers Revolution wurde allerdings verdeckt, diszipliniert und getarnt unter dem Etikett „Reformation”; ihr Feuer wurde damit nicht gelöscht.

Und mit seiner Bibelübersetzung legte Luther zudem den Grundstein für die deutsche Hochsprache und damit für ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen, für ein deutsches Nationalbewußtsein. So hat sich in diesem Mann das entscheidende Doppelprinzip der christlichen Moderne und der politischen Neuzeit verkörpert: der Anspruch des Gewissens und des Glaubens und das Recht des einzelnen Menschen und des ganzen Volkes auf Freiheit.

Hellmut Diwald (1924-1993), der 1978 mit seiner "Geschichte der Deutschen" großes Aufsehen erregte, setzt dem deutschen Revolutionär und Glaubenserneuerer Luther mit dieser packend geschriebenen Biographie ein würdiges Denkmal.

 

„An einer Tatsache ist jedenfalls nicht zu zweifel: Ob Luther die alte Kirche gespalten hat oder nicht, ob seine Schöpfung einer neuen Lehre und Glaubensgemeinschaft Europa in zwei Teile zerriß oder nicht, das heißt, ob die neue Zeit, die Moderne, auf die Geburtshilfe dieses Mannes angewiesen war oder man sein Separieren geschichtstheologisch und -philosophisch anders deutet: Mit der Bibel und ihrer Sprache schuf Luther die Einheit der Deutschen in einem weit fundamentaleren Sinn als nur dem vordergründig politischen. Die Lutherbibel wurde zu einem untrennbaren Bestandteil der deutschen Familien, ja des Deutschen überhaupt. Sie wurde zur Grundlage der inneren Vereinheitlichung Deutschlands.”

Hellmut Diwald

Reinhard Schmoeckel, Deutschlands unbekannte Jahrhunderte

Geheimnisse aus dem Frühmittelalter

 

524 S., 11 Karten,

ISBN 978-3-938176-41-2

Was war in unserem Land - Deutschland - vor etwa 1500 Jahren los ? Das war die Zeit zwischen dem Ende des Römischen Kaiserreichs und den Kaisern eines „heiligen römischen Reichs“, die nun plötzlich aus Mitteleuropa stammten ? Gab es da bei uns überhaupt „Geschichte“ ? Gab es Ereignisse, die vielleicht bestimmend für die weitere Entwicklung der Menschen und des Landes waren ? Und ob.
Allerdings glauben die Historiker, davon kaum etwas zu wissen, denn niemand hat ja damals in unserem Land schreiben können. Aber Indizien aus den archäologischen Funden, aus der Heraldik, der Namens- und Sprachforschung, aus der Sagenforschung und zahlreichen anderen Wissenschaften ergeben Mosa-iksteinchen für ein riesiges Puzzle. Man muss nur bereit sein, sie als zusammengehörig zu erkennen und verständlich zu beschreiben, dann kann man viele Bild-Bruchstücke sichtbar machen, die das Frühmittelalter, „Deutschlands unbekannte Jahrhunderte“, gar nicht mehr so dunkel, so unbekannt erscheinen lassen.
Dr. Reinhard Schmoeckel ist es gelungen, aus einer großen Fülle von Detailuntersuchungen vieler Privatforscher, darunter auch seiner eigenen, ein überraschend lebendiges Bild jener Zeit vor anderthalb Jahrtausenden zusammenzustellen, ein Bild, das bisher noch keinen Eingang in die bisher übliche Vorstellungswelt der Geschichtswissenschaft gefunden hat. Dabei lassen sich alle Einzelheiten präzise belegen.
Das Buch zeigt, wie Menschen mehrerer Völker - keineswegs nur Germanen ! - nach Mitteleuropa kamen, zu verschiedenen Zeiten und aus unterschiedlichen Richtungen. Ganz allmählich wuchs der Einfluss des westlichen Nachbarn, des inzwischen entstandenen Königreichs der Franken, und des Christentums. Doch wie fragil war damals noch diese Herrschaft, bevor die Frankenkönige aus dem Haus der Karolinger die Macht in einem Land bekamen, das erst viel später „Deutschland“ heißen sollte.
Als populärwissenschaftlicher Schriftsteller mit großer Erfahrung in der Frühgeschichte Europas bringt es der Autor fertig, dem Leser die allmählichen Veränderungen plastisch vor Augen zu stellen, die in jener Zeit mit den Menschen vor sich gingen.

 

Reinhard Schmoeckel, geb. 1928 in Berlin, journalistische Ausbildung, Dr. jur., langjährige Tätigkeit im Bundespresseamt, Bundskanzleramt, Bundespräsidialamt in Bonn. Autor mehrerer erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher über deutsche und europäische Vor-und Frühgeschichte und historische Romane, darunter das Buch „Die Indoeuropäer“ (Neuauflage 2012 im Lindenbaum Verlag).


Reinhard Schmoeckel, Die Indoeuropäer

Aufbruch aus der Vorgeschichte

 

ISBN 978-3-938176-37-5
587 Seiten, gebunden, fester Einband
 
Zur Zeit vergriffen!
  
Dr. Reinhard Schmoeckel begibt sich auf die Suche nach unseren Ahnen, den Indoeuropäern oder Indogermanen. Im Geschichtsunterricht unserer Schulen kommt dieses geheimnisvolle Urvolk nicht vor. Die wissenschaftliche Erforschung unserer Herkunft und damit auch unserer Identität scheint immer noch von Tabus bestimmt zu sein. Der Autor widersetzt sich den herrschenden Denkverboten, indem er die verstreut vorliegenden Erkenntnisse der Archäologen, Sprachforscher und anderer Spezialwissenschaften zusammenträgt und sie zu einer spannend geschriebenen, populärwissenschaftlichen Gesamtdarstellung vereint.

Ursprünglich in den Steppen des südlichen Innerasiens beheimatet, begann sich ein Hirten- und Bauernvolk schon vor sechstausend Jahren in immer neuen Auswanderungswellen über ganz Europa und große Teile Asiens auszubreiten. Griechen, Römer, Germanen, Slawen, Kelten, Perser und die frühen arischen Eroberer Indiens - sie alle sind Abkömmlinge des gleichen mysteriösen Hirtenvolkes. Eine ungeheure Dynamik, ein Leistungs- und Gestaltungswillen von beispielloser Kraft müssen diesem Volk seit vorgeschichtlichen Zeiten innegewohnt haben. So sind heute fast alle Europäer deren biologische und geistige Erben. Reinhard Schmoeckel gelingt es, die Entstehung einer vielfältigen indoeuropäischen Kultur und den wirkmächtigen Aufbruch der sich daraus entwickelnden Völker aus der Vorgeschichte anschaulich zu beschreiben. Eine faszinierende Entdeckungsreise auf den Spuren unserer Vorfahren.

 

Reinhard Schmoeckel, geb. 1928 in Berlin, journalistische Ausbildung, Dr. jur., langjährige Tätigkeit im Bundespresseamt, Bundeskanzleramt, Bundespräsidialamt in Bonn. Autor mehrerer erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher über deutsche und europäische Vor- und Frühgeschichte und historischer Romane.

 

Aus Rezensionen:

„Das Buch ist spannender als mancher Abenteuerroman.“ (Fuldaer Zeitung)

„Eine immer fühlbarer werdende Lücke ist nun endlich durch einen Außenseiter geschlossen worden.“ (DIE WELT)

„Sehr anschaulich und mit verblüffender Quellenkenntnis.“ (Rheinische Post)

 

Werner Kunze, Ein Deutscher Frühling

Plädoyer für die kulturelle Wiedererweckung unserer Nation

272 Seiten, Paperback

Neuerscheinung!

Werner Kunze, der bereits in mehreren zeitkritischen Büchern die Zerfallserscheinungen unserer Gesellschaft unter dem Einfluß eines doktrinären, an angelsächsischen Vorstellungen ausgerichteten Zeitgeists beschrieben hat, seziert in seinem neuen Werk die verheerenden Folgen der fortdauernden US-amerikanischen kulturellen Exportoffensive für das Leben der Völker Europas. Liberalismus, Utilitarismus und Individualismus – von Kunze als Dreieinigkeit des US-amerikanischen „way of life" bezeichnet – werden im Nachgang zur Kulturrevolution der 68er-Generation in ihren gemeinschaftszerstörenden Wirkungen erkannt.

Aber Werner Kunze sieht auch deutliche Anzeichen für eine geistige, moralische, ästhetische und kulturelle Lösung aus der herrschenden Winterstarre, für einen Deutschen Frühling. Ein großartiges Plädoyer für ein Wiedererblühen des Altbewährten und Ewiggültigen aus den Wurzeln unserer eigenen Kultur: Wahrheit, Güte und Schönheit.

 

Geboren 1927 in Friedrichshafen/Bodensee und dort aufgewachsen. Von 1943 bis 1948 Flakhelfer, Soldat, Kriegsgefangenschaft. Anschließend Abitur und Studium der Betriebswirtschaft an der Universität München mit Abschluß als Diplom-Kaufmann. 35 Jahre in einem deutschen Unternehmen der Öl- und Gasindustrie im In- und Ausland tätig. Autor der Bücher „Anthropologie und Ideologie - ideologische Anthropologie?" (Vertrieb: Bublies-Verlag), „Zeitmosaik. Politik, Zeitgeist, Sprache" (Bublies Verlag), „Wie steht es heute um Wahrheit und Gewißheit?" (San Casciano Verlag) „Die Moderne. Ideologie, Nihilismus, Dekadenz" (Bublies Verlag) und „Zurück zur Natur? Biologie im Spannungsfeld von Politik und Kultur" ( San Casciano Verlag).

Alfred M. de Zayas, Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts

Dokumentation alliierter Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg

540 Seiten + 32 Seiten Bilder, gebunden, fester Einband

ISBN 978-3-938176-39-9

Wer die Debatte über die Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht" kennt, weiß, daß auch Wehrmachtsoldaten Opfer von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden. Dieses Buch, das große wissenschaftliche Anerkennung genießt und mehrere Auflagen in Amerika erlebt hat, dokumentiert dies.

Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts wurde 1939 eingerichtet, mit der Aufgabe, völkerrechtswidrige Handlungen der Kriegsgegner Deutschlands zu dokumentieren. Die Unterlagen dienten juristischen und diplomatischen Stellen des NS-Staates zur Erstellung von Weißbüchern, Protestschreiben und Anklagen gegen Kriegsgefangene.

Der Autor hat als erster die 226 erhaltenen Aktenbände ausgewertet. Diese Akten befinden sich im Bundesarchiv – Militärarchiv – Freiburg im Breisgau. Ausländische Archive wurden auch konsultiert, um die Zuverlässigkeit der deutschen Akten zu verifizieren. Mehr als 300 ehemalige Militärrichter und Zeugen wurden persönlich aufgesucht und mit ihren damaligen Ermittlungen und Aussagen konfrontiert.

Dieses Buch legt zugleich eine behördengeschichtliche und völkerrechtliche Studie vor: Im ersten Teil untersucht de Zayas die Glaubwürdigkeit der Institution und des Aktenkorpus, im zweiten Teil schildert er anhand ausgewählter Fälle die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Untersuchungsstelle: Schwere Kriegsverbrechen werden dokumentiert.

Professor Dr. jur. et phil. Alfred de Zayas ist ein US-amerikanischer Völkerrechtler und Historiker, Mitglied der Anwaltschaft von New York und Florida, ehemaliger Chef der Petitionsabteilung im Büro des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte, Sekretär des UNO-Menschenrechtsausschusses und Präsident des französischen Schweizer P.E.N.-Clubs. Autor von 9 Büchern. de Zayas war Gastprofessor für Völkerrecht in den USA, Kanada, Irland und Spanien und lehrt seit 2005 an der Geneva School of Diplomacy in Genf.

Christoph J. Eppler, Erziehung im Nationalsozialismus

Bündische Jugend - Hitlerjugend - Reformpädagogik
 
ISBN 978-3-938176-38-2 
774 Seiten, gebunden, Hardcover
Die vorliegende Arbeit untersucht, angeregt u. a. durch die Werke „Vom Wandervogel bis zur Hitlerjugend“ und „Hitlers Pädagogen“ des Göttinger Erziehungswissenschaftlers Hermann Giesecke, die Geschichte der deutschen Jugend, primär in der Zeit von 1890-1945.
Gerade durch die Betrachtung des Erziehungswesens in der Vorgeschichte des „Dritten Reiches”, der Wandervogelbewegung, der Bündischen Jugend, der militärisch-patriotischen Ausbildung („Mythos Langemarck”) und der Reformpädagogik, sollen Kontinuitäten aufgezeigt werden, die die Erziehung der Jugend unter der Herrschaft des Nationalsozialismus maßgeblich beeinflussten. 
 
Bearbeitet wurden u. a. folgende Kapitel deutscher Jugendgeschichte:
Jugendbewegung – Wandervogel – Bündische Jugend – Reformpädagogik – Geisteswissenschaftliche Pädagogik – NS-„Erziehung” (Baldur von Schirach, Alfred Baeumler, Ernst Krieck, Hitler) – Hitlerjugend (HJ) – Bund Deutscher Mädel (BDM).
 
Die erzieherischen Ansätze folgender Pädagogen und Philosophen werden diskutiert:
John Dewey – Paul Geheeb – Stefan George – Hermann Giesecke – Kurt Hahn – Georg Kerschensteiner – Ellen Key – Alfred Lichtwark – Hermann Lietz – Theodor Litt – Maria Montessori – Friedrich Nietzsche – Herman Nohl – Berthold Otto – Peter Petersen – Eduard Spranger – Erich Weniger – Theodor Wilhelm – Gustav Wyneken.
 
Der Autor Christoph J. Eppler, Dr. phil. M.A., geb. 1967 in München, beschäftigt sich seit langem intensiv mit politisch-pädagogischen Fragestellungen. Der Ansatz des vorliegenden Werkes ist, möglichst alle Aspekte einer "Erziehung im Nationalsozialismus" und deren Vorgeschichte zu beleuchten.
 
Aus Zuschriften an den Autor:
 

„ein hervorragendes Werk (…) hätte man genauso unverändert auch als Habilitationsschrift einreichen können“

Prof. Dr. Dieter Leuze, Essen

 

Ein „schönes, systematisches Werk, wahrhaftig ein opus per doctum!“

Prof. Dr. Friedemann Maurer, Hausen ob Verena/Schwarzwald

Hermann Sudermann - Das Bilderbuch meiner Jugend

Roman einer Jugend in Ostpreußen

ISBN 978-3-938176-06-1

331 Seiten, gebunden, fester Einband

 

Hermann Sudermann, der am 30. September 1857 in Matzicken bei Heydekrug in Ostpreußen geboren wurde, schildert in seinem farbenfrohen Erinnerungsbuch die glücklichen, aber entbehrungsreichen Jahre seiner Kindheit und Jugendzeit. 1922 erstmals erschienen, erzählt Sudermann, der um 1900 der meistgespielte Dramatiker Deutschlands war, von seinen frühen Jahren im ostpreußisch-litauischen Grenzgebiet. Der Leser gerät in den Bann der einzigartigen Erzählkunst Sudermanns, der Menschen und ihre Schicksale so lebendig beschreiben und den Zauber der Landschaft seiner memelländischen Heimat so eindrucksvoll wiedergeben konnte.

Vielleicht das schönste ostpreußische Erinnerungsbuch: nostalgisch, humorvoll, lebensprall. Ein literarisches Denkmal der unvergessenen alten deutschen Provinz Ostpreußen.

Der Literaturhistoriker Paul Fechter nannte Hermann Sudermann den "Balzac des deutschen Ostens", den "Gestalter eines phantastischen, rauschhaften unwirklichen Lebens, das um die Menschen zwischen Weichsel und Memel, um die Gestalten der ganzen deutschen Ostwelt gewesen war".

Hanna Reitsch, Fliegen - mein Leben

Autobiographie

275 Seiten + 32 Bilderseiten

gebunden, fester Einband

Hanna Reitsch (geb. 29. März 1912 in Hirschberg/Schlesien, gest. 24. August 1979 in Frankfurt/Main) war die – mit mehr als 40 Weltrekorden in verschiedenen Klassen und mit unterschiedlichsten Flugzeugtypen – erfolgreichste Fliegerin des 20. Jahrhunderts. Im ersten Teil ihrer Lebenserinnerungen, die mit dem Kriegsende und der amerikanischen Lagerhaft abschließen, schildert sie ihre Ausbildung zur Fliegerin, die daran anschließende berufliche Tätigkeit als Fluglehrerin einer Segelfliegerschule, ihre Teilnahme an Forschungsexpeditionen nach Südamerika, zahlreiche Flugweltrekorde und ihre Arbeit als Versuchspilotin zur Erprobung militärischer Flugzeuge.

Seit 1937 an der Flugerprobungsstelle der Luftwaffe Rechlin tätig, flog sie als erste Frau der Welt einen Hubschrauber (Focke-Wulf Fw 61), ein Raketenflugzeug (Messerschmitt Me 163) und die bemannte V 1. Hanna Reitsch erhielt nach einem schweren Absturz 1943 als einzige Frau in der deutschen Geschichte das Eiserne Kreuz Erster Klasse.

Am 26. April 1945 flog sie mit Generaloberst Ritter von Greim mit einem Fieseler Storch in das von der russischen Armee bereits eingeschlossene Berlin und verbrachte drei Tage im Führerbunker. Die Erlebnisberichte Hanna Reitschs über die Untergangsstimmung im Machtzentrum des Dritten Reiches in der unmittelbaren Umgebung Hitlers sind von beeindruckender Intensität und ein wichtiges authentisches Zeitzeugnis.

Am 29. April 1945 gelang es ihr unter ständigem Beschuß, den verwundeten, von Hitler zum Oberbefehlshaber der Luftwaffe ernannten Generalfeldmarschall von Greim aus Berlin auszufliegen. Für Hanna Reitsch folgten 18 Monate einer demütigenden und schikanösen amerikanischen Gefangenschaft. Das Schicksal einer leidenschaftlichen Fliegerin und überzeugten deutschen Patriotin.

Walter Görlitz, Generalfeldmarschall Model

Biographie

272 Seiten + 24 Bildseiten, gebundene Ausgabe

Walter Model, seit 30. März 1944 Generalfeldmarschall, galt während des Zweiten Weltkrieges als besonders befähigter Stratege der Defensive. Fünfmal hat er als Truppenführer an der Ostfront nach Niederlagen und Rückzügen nicht nur die Front wiederhergestellt, sondern auch seinen Soldaten durch seinen persönlichen Einsatz neue Kraft und neuen Kampfwillen gegeben: 1942 im Rshew-Bogen, 1943 im Orelbogen, 1944 zuerst im Baltikum, dann in Ostgalizien und darauf in Weißrußland. Als dann im Hochsommer 1944 das deutsche Westheer unter dem Angriff der alliierten Invasionsarmeen zu zerbrechen drohte, hat er noch einmal die deutsche Front an der westlichen Reichsgrenze und in Südholland stabilisiert. Und als schließlich im Ruhrgebiet alle Möglichkeiten der militärischen Verteidigung erschöpft waren, hat er als Soldat eine ungewöhnliche Konsequenz gezeigt. Er löste seine Heeresgruppe selbst auf, um einen sinnlosen Verzweiflungskampf und die Zerstörung des größten deutschen Industriereviers zu vermeiden. Er setzte darauf am 21. April 1945 seinem Leben von eigener Hand ein Ende, ein Beispiel dafür, in welche tragische Verstrickung ein Soldat an führender Stelle geraten kann, der einer politischen Führung gehorcht, auch wenn diese gegen alle Regeln der Vernunft und des Rechts handelt. Zugleich aber auch ein Beispiel dafür, welch hohe Könnerschaft dazu gehört, um bei Rückzügen und in der Defensive richtig zu führen und dabei die Moral der Truppe ungeschmälert zu erhalten.

Bei den Frontsoldaten besaß Feldmarschall Model eine enorme Popularität. Von der Tradition des deutschen Berufssoldatentums geprägt, konnte es nach Models Überzeugung nur Sache der Regierenden sein, politische Konsequenzen aus militärischen Ereignissen zu ziehen. Diese prinzipielle Auffassung hinderte ihn jedoch nicht daran, Hitler in militärischen Fragen ungescheut zu widersprechen, ja sogar die Ausführung ihm widersinnig erscheinender Befehle zu verweigern.

Walter Görlitz (24.2.1913 - 14.10.1991), gilt als einer der bedeutendsten deutschen Militärhistoriker des 20. Jahrhunderts. Auch international fand vor allem seine Studie über den deutschen Generalstab hohe Anerkennung. Er gab die Nachlässe der Generalfeldmarschälle der Deutschen Wehrmacht Friedrich Paulus und Wilhelm Keitel heraus. Für die vorliegende Biographie Generalfeldmarschall Models konnte er dessen persönlichen Nachlaß auswerten.